Drown my dreams in music
Drown my dreams in music (04/08)
"now black waves of tears crash upon the beaches of my sleep and drown my dreams forever" (T.E. Lawrence)
Cracklin' Water (Slush - 1997)

OP 8: Cracklin' Water
Spontan-Projekt OP 8 (sprich: Opiate). In diesem offenen Bandkonzept singen Lisa Germano und Howe Gelb einzeln oder im Duett mit sparsamer, jedoch äußerst effektvoller Instrumentierung (Vibes, Violins, Double-Bass) ihre in Moll getränkten, schwebenden Songs voll transparent-herber Zerbrechlichkeit. Lisa Germano: "My whole dream was to be a part of what I heard on the radio. So obsessed with "the dream" and not doing it, that the only way to make it real was to give it up and be punished (with her earlier life). (Later) the beginning of REAL life, fun, horror, THERAPY and change began." "Cracklin' Water" von Howe Gelb ist nachdenklich und relaxed:
"i want you now, if this is not hate
i hate you now, if this is not love
if this is not love,
i don't know what i've been a party of"
Patti Smith: Fireflies
Das Album "Gone again" ist eine Hommage an Fred "Sonic" Smith, ihren Ehemann und MC5-Gitarristen, der 1994 verstarb. "Titel um Titel hört man, wie schön Trauer sein kann, wie sich Schmerz in Töne verwandelt. Keines der Stücke ist wirklich bedrückend, der Tod und das Mädchen sind alte Freunde." Patti Smith zu Fireflies: "I think, when I listen to it now, it seems like a sort of a painful but successful journey of one who didn't want to get out of bed [laugh] or didn't want to rise, to feel life again and to keep going. And, and I suppose y'know it's also in some ways a love song for Fred."
"Living in steps till I can rest
living in steps till I'm blessed by you
I will give to you ev'ry other tear"
Rabih Abou-Khalil: Dreams of a dying City
Rabih Abou-Khalil experimentiert nicht, er sucht. Es ist eine rhythmusgetriebene, in Tradition getränkte Suche. Arabische Musik, Jazz, Blues. Sozusagen nach vorne schauende Musik, gänzlich eingetaucht in die Vergangenheit." Charles Baudelaire: "Ich habe die Definition des Schönen gefunden - zugleich voller Trauer und voll verhaltener Glut, etwas schwebend Ungenaues, das der Vermutung Spielraum lässt."
Lamb: Gabriel
Es ist das hinterste, dunkelste, gleichsam am undurchdringlichsten mit Spinnweben verhangene Eckchen auf der Festplatte, in dem sich die Songs von Louise Rhodes und Andy Barlow eingenistet haben. Zu Sound zerronnener Absinth tropft -- verführerisch in seiner süchtig machenden Wirkung -- von den zerklüfteten Tropfsteinen einer Tonlandschaft, über der wabernder Bodennebel hängt. (Björn Döring) Andy Barlow wurde duch Freunde auf die gut 15 Jahre ältere Folk-Sängerin aufmerksam. Ein erster Anruf mit der Frage, ob sie denn auch gut aussehe, hätte schnell das Ende für die junge Band bedeuten können. Doch sie rauften sich zusammen. "Man erwache aus einer unruhigen, schweissgebadeten nacht, einsam und alleine, und finde sich am abgrund der eigenen psyche wieder..." (netforum)
Cassandra Wilson: Harvest Moon
Ausgangspunkt mag die Ballade gewesen sein, aber Cassandra Wilson hat sie neu erfunden: Sie klingt mal nach Country Blues, mal nach einem rituellen afrikanischen Gesang, mal nach einem schlichten Folk-Song. Ihr Prädikat: Ruhig und zugleich heftig bewegt. HARVEST MOON (N. Young): Romantische Romantik romantikt romantisch. Alles sehr romantisch, falls Ihr versteht... sehr schön.
"Hear what I have to say
just like children sleeping
we could dream this night away"
"Ich liebe es, im Jammertal umherzuirren
Ich schätze es, im Scheißeregen zu steh'n"
"Schuld, diese Folter, der wir uns selbst unterziehen. Schuld, sagt Miranda July (Schriftstellerin, 34), ist etwas, nach dem sie fast süchtig ist. "Ich liebe es, über all die Dinge nachzudenken, die ich falsch gemacht habe." - Warum? - "Weil ich mich dann schlecht fühle." Ihr Freund, sagt sie, mag das gar nicht, wenn sie so ist. "ABER ES FÜHLT SICH EINFACH GUT AN, SICH SCHLECHT ZU FÜHLEN"
Ratlosigkeit als Grundelement und Lebensphilosophie blieb ihren Liedern erhalten. Es gelingt ihr sogar, ihre besondere Sichtweise auf die Musik anderer zu übertragen. Dies bewies sie mit ihrem hoch gelobten, 1998 veröffentlichten Album "People are strange", für das sie völlig entrückte Cover-Versionen, u.a. von Leonard Cohens "I came so far from beauty", aufnahm, jeweils im Sinne ihrer speziellen Vorstellung von Klang und Traum. "In den Liedern Stina Nordenstams sammelt sich der ganze Unrat der Welt und wird zu Musik."
I thought I'd be rewarded
For such a lonely choice
And surely she would answer
To such a very hopeless voice"
The Residents: Ramblin' Man (Hank Williams)
Was zur unentbehrlichen Pose und zum frivolen Posing geworden ist, das war für Hank Williams Schicksal, eine Sackgasse mit einem ganz, ganz kleinenAuswegs-Mauseloch: eine Authentizität des Schmerzes, auch des Verlangens, die es nur weit unten, in der Vor-Hölle der Armut, der Krankheit, der Verlassenheit gibt. Beides hat Hank Williams zur Ikone gemacht: seine Sehnsuchts-Vitalität und die Düsternis seiner Bekenntnisse. Hank Williams war ein Säufer, einer, dem auf dieser Welt wohl nicht zu helfen war.
"Some folks might say that I’m no good
That I wouldn’t saddle down if I could
But when that open road starts callin’ me
There’s something over the hill that I gotta see"
Jack Bruce: Ships in the Night
Ginger Baker (Cream 1969) described the bassist Jack Bruce as an awful person, something like Dr Jekyll & Mr Hyde. The gig days Jack was the wrong & the evil person. No way to meet again each other. A sad story. Jack Bruce: "Perhaps we had just been ships in the night - when one door closes - another door closes, but no: there was divine Maggie (Reilly) to put us in our place." Gary Moore: "Jack ist einfach ein Genie. Seine Kompositionen sind Avantgarde, dunkel und komplex." Dann Glenn, Bassist/Komponist: “Jack Bruce ist der Ursprung der subharmonischen Quelle, aus der ich trinke. Von Jack lernte ich, dass der einzige Weg, seine wahre musikalische Stimme zu finden, unbändige Leidenschaft ist."
"Sometimes you feel, Then again you can't,
Harbours of love, shining so calm
Far beyond pain, outside of harm,
Why must we move Out of the sun Into the rain Again ..."
Catatonia: Shore leave
"Catatonia kommen aus Wales. Von der Sängerin Cerys Mathews wird berichtet, sie habe ihren Part als trinkfestes Nachtschattengewächs so überreizt, dass sie sich von ihrem letzten Album lange habe erholen müssen... - wie Kate Bush (deren Texte auch Cerys Mathews gern singt) allein auf einem Hügel, im Nebel, mit zerzaustem Haar und irrem Blick auf den Liebsten wartet, sich dabei eine Lungenentzündung holt, aber trotzdem bekommt, was sie will. .... Wie von einem Berg in Wales herunter, wo es karg ist und kalt, und wo nicht viel übrig bleibt, als sich Mut zuzusingen. Bis einem wärmer wird." (Susanne Messmer) (www.videocure.com/video/127782.html)
"From London to Lisbon, I'm head over heels,
Take it or leave it, just come as you please,
We all need someone, somehow, somewhere"
John Cale: So much for Love
"Do you want to know why I hate Walking On Locusts? So Much for Love might be the very worst track on it, but it's bad in a representative way. It's lumpen, leaden, vague, clichéd, tuneless. The lyrics speak for themselves. There's none of the usual imagination, inventive detail, perceptive characterization." (blog) "Die Lieder öffnen sich in den Raum, eine Klangschicht, ein Chor, eine Gitarre, neue Grundierungen, bis man in jeder Sekunde in die Tiefe hören kann." (Konrad Heidkamp) "We're sorry but the artist has decided not to disclose the lyrics" (Ringtones)
"You're in my mind and soul,
And I've said it before
So long for now, So much for love,
IT´S BEEN GOOD TO KNOW YOU"
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